Was das Geldspielgesetz für Ihre Casino-Wahl bedeutet

Updated August 2026
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Schweizer Alpen im Hintergrund, Casino-Umriss

Rechtlicher Rahmen für legale Online-Casinos in der Schweiz

Wer in der Schweiz nach einem legalen Online-Casino sucht, landet zwangsläufig bei einem Gesetz, das erst seit wenigen Jahren existiert. Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS), und mit ihm wurde Online-Glücksspiel in der Schweiz erstmals legal. Vorher war die Rechtslage schlicht anders: Geldspiele im Internet fielen durch das Raster der alten Gesetzgebung, die auf physische Spielbanken zugeschnitten war. Das BGS hat diese Lücke geschlossen und einen Rahmen geschaffen, der Online-Spielbanken erlaubt – aber nur unter klar definierten Bedingungen.

Der entscheidende Punkt dabei: Legal ist nicht dasselbe wie frei zugänglich. Das Gesetz erlaubt Online-Glücksspiel nicht generell, sondern koppelt es an eine Lizenzpflicht. Online-Casinos benötigen seit 2019 eine Lizenz nach dem Geldspielgesetz, ohne die kein Anbieter in der Schweiz legal operieren darf. Diese Kopplung ist der Kern der Reform: Der Staat öffnet den Markt für ein reguliertes Angebot und schliesst ihn gleichzeitig für alles, was ausserhalb dieser Regulierung stattfindet.

Für Spieler bedeutet das konkret, dass die Legalität eines Angebots nicht am Design der Website oder am Werbeversprechen hängt, sondern an einem formalen Status, den ein Anbieter erst erwerben muss. Das Gesetz selbst sagt nichts darüber aus, wie viele Anbieter diesen Status erreichen oder welche Auflagen sie im Detail erfüllen müssen – das regeln nachgeordnete Bestimmungen und die zuständige Aufsichtsbehörde, die im nächsten Abschnitt genauer beleuchtet wird.

Lizenzanforderungen und ESBK‑Kontrolle

Wer in der Schweiz eine legale Online-Spielbank betreiben will, braucht mehr als eine bestehende Spielhalle. Die Lizenzanforderungen für Betreiber verlangen den Nachweis finanzieller Stabilität: Eigenkapital, Sicherheiten und ausreichende Liquidität müssen belegt werden, bevor überhaupt an eine Konzessionserweiterung zu denken ist. Das unterscheidet Schweizer Anbieter mit ESBK‑Lizenz von zahllosen ausländischen Plattformen, die im Internet um Schweizer Kunden werben, aber keinen vergleichbaren Nachweis erbringen müssen – schon weil sie keiner Schweizer Aufsicht unterstehen.

Die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) prüft diese Voraussetzungen nicht einmalig, sondern begleitet den Betrieb laufend. Sie kontrolliert, ob die Kapitalausstattung bestehen bleibt, ob Spielerschutz‑Tools tatsächlich funktionieren und ob das KYC‑Verfahren bei jeder Kontoeröffnung greift – ohne Ausnahmen, unabhängig vom Einsatz oder der Kundenbeziehung.

Auch bei den Zahlungswegen setzt die ESBK Grenzen. Zulässig sind Kreditkarten von Visa und Mastercard, E-Wallets wie Skrill und Neteller, Banküberweisungen sowie die Zahlung per Handyrechnung. Wer schon einmal versucht hat, mit einer Kryptowährung einzuzahlen, wird bei einer lizenzierten Schweizer Online-Spielbank keinen entsprechenden Button finden – das ist kein technisches Versehen, sondern Teil der Kontrolle.

Kryptowährungen nicht zulässig

Einzahlung mit Kryptowährungen ist bei lizenzierten Schweizer Online-Casinos nicht möglich und wird von der ESBK bewusst blockiert.

Diese doppelte Prüfung, finanziell und operativ, ist der eigentliche Unterschied zwischen einer Lizenz auf dem Papier und einer, die die ESBK auch durchsetzt.

Überblick über die lizenzierten Online-Casinos

In der Schweiz sind aktuell 21 Spielbanken zugelassen. Nur diese dürfen Online-Spielbanken betreiben – Angebote von Anbietern ohne diese Zulassung gelten unabhängig von ihrer Aufmachung als illegal. Diese Zahl ist der Ausgangspunkt für alles Weitere in diesem Abschnitt: Sie erklärt, warum die Auswahl an legalen Adressen in der Schweiz begrenzt bleibt, obwohl das Angebot an ausländischen Plattformen im Internet unübersehbar gross ist.

Von den 21 zugelassenen Spielbanken betreiben derzeit zehn eine Online-Spielothek. Die übrigen elf verfügen zwar über eine landbasierte Konzession, haben aber (noch) keine Konzessionserweiterung für den Online-Betrieb beantragt oder erhalten. Der Unterschied ist keine Formsache: Eine Spielbank, die nur ein physisches Haus betreibt, darf keine Spielbankenspiele im Internet anbieten, selbst wenn ihr Name bekannt ist und ihr Kasino seit Jahrzehnten existiert. Wer online spielen will, muss also gezielt nach den zehn Adressen suchen, die tatsächlich eine Online-Zusatzkonzession besitzen – der Name eines traditionsreichen Standorts allein sagt darüber nichts aus.

Wie sich die Zahl der Anbieter entwickelt

Der Bundesrat hat für die Periode 2025 bis 2044 die Konzessionen für den Glücksspielbetrieb neu vergeben. In diesem Zeitraum dürfen insgesamt zwölf Spielbanken Online-Spiele beziehungsweise Online-Casinos anbieten – das ist die höchste Zahl seit Inkrafttreten des Geldspielgesetzes 2019. Zwei neue Häuser kommen hinzu: eines in Lausanne, betrieben von der Projet Casino Prilly AG, und eines in Winterthur, betrieben von der Swiss Casinos Winterthur AG. Beide erhalten mit der neuen Konzessionsperiode auch die Berechtigung, online tätig zu werden.

Karte der Schweiz mit Markierungen Lausanne und Winterthur

Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das: Die Auswahl an legalen Adressen wird in den kommenden Jahren grösser, aber nicht schlagartig. Der Sprung von zehn auf zwölf Online-Anbieter ist eine Erweiterung um zwei Standorte über fast zwei Jahrzehnte hinweg – ein Tempo, das den Grundsatz der Schweizer Regulierung widerspiegelt: lieber wenige, streng kontrollierte Anbieter als ein offener Markt mit unklarer Aufsicht.

Was eine Konzession für den Online-Betrieb konkret bedeutet

Eine landbasierte Spielbankenkonzession allein reicht nicht aus, um Online-Casinospiele wie Roulette oder Poker anzubieten. Dafür braucht es eine Konzessionserweiterung beziehungsweise eine eigene, zusätzliche Konzession sowie eine gesonderte Bewilligung der ESBK. Diese beiden Genehmigungsebenen – die landbasierte und die digitale – sind rechtlich getrennt. Eine Spielbank kann also seit Jahren ein Haus in einer Schweizer Stadt betreiben und trotzdem keine Berechtigung für den Online-Betrieb besitzen, weil sie diese zusätzliche Prüfung nicht durchlaufen hat oder nicht durchlaufen wollte.

Lizenz für Online-Betrieb erforderlich

Ein schweizerisches Casino benötigt neben der landbasierten Konzession eine gesonderte Online‑Zusatzkonzession der ESBK, bevor es Roulette, Blackjack oder Spielautomaten im Internet anbieten darf.

Diese Trennung erklärt auch, warum nicht automatisch jedes bekannte Schweizer Kasino eine Website mit Echtgeldspielen betreibt. Der Aufwand für die Konzessionserweiterung ist beträchtlich: Er umfasst technische Prüfungen der Spielsysteme, Nachweise zur Auszahlungssicherheit und eine laufende Aufsicht durch die ESBK, die über die ursprüngliche Kontrolle des physischen Betriebs hinausgeht. Manche Häuser entscheiden sich bewusst dagegen, weil sich der Online-Betrieb für ihr Geschäftsmodell nicht rechnet oder weil die Auflagen als zu aufwändig gelten.

Grossspiele als rechtliche Grundlage des Online-Angebots

Damit ein Spiel überhaupt online angeboten werden darf, muss es rechtlich als Grossspiel eingestuft sein. Grossspiele dürfen von Casinos interkantonal, automatisiert oder online angeboten werden – im Gegensatz zu Kleinspielen, die ausschliesslich lokal und ohne Automatisierung stattfinden dürfen. Diese Unterscheidung ist der Grund, warum bestimmte traditionelle Tombolas oder lokale Wettformen nie im Internet auftauchen werden, während Roulette, Blackjack und Spielautomaten die Kategorie bilden, die online überhaupt zulässig ist.

Spielbankenspiele im engeren Sinn – also die klassischen Casinospiele – dürfen ausserdem grundsätzlich nur von den zugelassenen Schweizer Casinos angeboten werden. Die Aufsicht darüber liegt bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission. Diese Regel gilt unabhängig davon, ob das Spiel im Kasino selbst oder über dessen Online-Ableger läuft. Ein ausländischer Anbieter, der Roulette oder Blackjack ohne diese Zulassung ins Internet stellt, bewegt sich damit ausserhalb der Schweizer Rechtsordnung – unabhängig davon, wie professionell seine Website wirkt.

Die Struktur des Marktes: wenige Anbieter, klare Regeln

Mit zehn aktiven Online-Spielotheken bei 21 zugelassenen Spielbanken ist der Schweizer Markt für legales Online-Glücksspiel überschaubar. Das unterscheidet ihn deutlich von Märkten, in denen sich Hunderte Anbieter um Kundschaft bemühen. Wer in der Schweiz ein legales Online-Casino sucht, hat es nicht mit einer unübersichtlichen Masse zu tun, sondern mit einer begrenzten, namentlich bekannten Gruppe von Betreibern, die alle derselben Aufsichtsbehörde unterstehen.

Diese Struktur hat zwei Seiten. Auf der einen Seite bedeutet sie, dass jeder legale Anbieter dieselben strengen Vorgaben erfüllen musste, um überhaupt online tätig werden zu dürfen – von der finanziellen Stabilität bis zur technischen Prüfung der Spielsysteme. Auf der anderen Seite bedeutet sie auch, dass die Auswahl an Spielen, Boni und Gestaltung zwischen den zehn Anbietern weniger variiert als auf einem offenen internationalen Markt. Wer Abwechslung sucht, findet sie eher innerhalb des Angebots eines einzelnen Anbieters – etwa in der Zahl der verschiedenen Spielautomaten – als durch einen Wechsel zwischen völlig unterschiedlichen Geschäftsmodellen.

Warum die Abgaben Teil des Bildes sind

Die begrenzte Zahl an Anbietern ist kein Zufall, sondern folgt einer Logik, die über das reine Spielangebot hinausgeht. Spielbankenabgaben sind ein wesentlicher Teil des Systems: 2022 betrugen sie insgesamt 397 Millionen Franken, wovon 352 Millionen Franken dem Ausgleichsfonds der Alters- und Hinterlassenenversicherung zugewiesen wurden. Dieses Geld stammt ausschliesslich von den lizenzierten Schweizer Spielbanken – nicht von ausländischen Anbietern, die zwar von Schweizer Spielern genutzt werden, aber keine Abgaben ans Land entrichten.

Der Grund, warum die Behörden die Zahl legaler Anbieter bewusst klein und streng kontrolliert halten, liegt also nicht nur im Spielerschutz, sondern auch in diesem finanziellen Mechanismus. Jede zusätzliche Konzession, die vergeben wird – wie die beiden neuen Standorte in Lausanne und Winterthur ab 2025 – bedeutet potenziell mehr Abgaben, die im Land bleiben, statt ins Ausland abzufliessen.

Wie sich die zehn aktiven Anbieter unterscheiden

Innerhalb der Gruppe der zehn Online-Spielotheken gibt es Unterschiede, die für die Wahl eines Anbieters relevant sind, auch wenn alle dieselbe rechtliche Basis teilen:

Regionale Herkunft

Die lizenzierten Anbieter sind über verschiedene Kantone verteilt, was sich in Sprache und Kundenservice widerspiegelt.

Spielangebot Umfang

Nicht jeder Anbieter bietet dieselbe Bandbreite an Spielautomaten oder Live‑Tischen; manche fokussieren sich auf bestimmte Genres.

Technische Umsetzung

Ladezeiten, mobile Optimierung und Benutzeroberfläche variieren, obwohl Sicherheitsstandards gleich sind.

Zusatzangebote

Einige verknüpfen Online‑ und Offline‑Kundenkonten oder bieten exklusive Treueprogramme.

Diese Unterschiede sind graduell, nicht grundsätzlich. Kein lizenzierter Anbieter darf von den gesetzlichen Vorgaben zu Auszahlungssicherheit, Spielerschutz oder Kontrolle durch die ESBK abweichen – die Unterschiede liegen im Detail der Umsetzung, nicht im Grad der Legalität.

Die Grenze zwischen legal und illegal bleibt scharf

So klein die Gruppe der zehn legalen Anbieter auch ist – die Grenze zu allem, was ausserhalb dieser Liste liegt, ist eindeutig. Ein Online-Casino, das nicht zu den zugelassenen Schweizer Spielbanken gehört, darf in der Schweiz keine Spielbankenspiele anbieten, unabhängig davon, in welchem Land es registriert ist oder wie es sich präsentiert. Diese Trennlinie ist nicht verhandelbar und wird von der ESBK aktiv durchgesetzt.

Für die praktische Suche nach einem legalen Angebot bedeutet das: Die Zahl zehn ist keine Momentaufnahme, die sich beliebig erweitern liesse, sondern das Ergebnis eines Konzessionsverfahrens, das jede Spielbank einzeln durchlaufen musste. Wer eine Website findet, die nicht zu einer der 21 zugelassenen Spielbanken gehört, bewegt sich ausserhalb des legalen Rahmens – auch wenn die Seite auf den ersten Blick professionell und vertrauenswürdig wirkt.

Ausblick auf die kommenden Jahre

Mit der Konzessionsperiode 2025 bis 2044 ist der rechtliche Rahmen für die kommenden zwei Jahrzehnte gesetzt. Die Erweiterung von zehn auf zwölf Online-Anbieter durch die neuen Standorte in Lausanne und Winterthur ist die einzige bereits bekannte Veränderung an der Zahl der Marktteilnehmer. Ob und wann weitere der insgesamt 21 zugelassenen Spielbanken eine Konzessionserweiterung für den Online-Betrieb beantragen, ist offen – die Struktur des Marktes bleibt aber grundsätzlich stabil: eine begrenzte, namentlich bekannte Gruppe von Betreibern unter der Aufsicht der ESBK, getragen von einer klaren Trennung zwischen landbasierter und digitaler Konzession.

Diese Stabilität unterscheidet den Schweizer Markt von vielen anderen europäischen Ländern, in denen sich die Zahl der Lizenzen und Anbieter häufiger und stärker verändert. Wer sich für legales Online-Glücksspiel in der Schweiz entscheidet, kann sich auf einen Rahmen verlassen, der sich nicht von einem Jahr auf das andere grundlegend wandelt – die Liste der zehn aktiven Anbieter im Jahr 2026 wird sich absehbar erst mit dem tatsächlichen Start der neuen Standorte in Lausanne und Winterthur erweitern.

Die besten legalen Anbieter im Überblick

Wer nach dem besten legalen Online-Casino sucht, landet schnell bei Listen mit Sternebewertungen und Willkommensboni. Nützlicher ist ein anderer Blick: Woran erkennst du überhaupt, ob ein Anbieter hält, was er verspricht?

Eine seriöse Glücksspiellizenz ist mehr als ein Logo im Footer. Sie umfasst präzise Angaben zur Regulierung – wer die Konzession erteilt hat, welche Nummer sie trägt und wer für die Aufsicht zuständig ist. Fehlen diese Angaben oder bleiben sie vage, ist das ein Warnsignal, kein Kavaliersdelikt.

Qualität zeigt sich zudem an drei Punkten, die zusammen erst Sicherheit ergeben:

Ein Anbieter, der bei einem dieser drei Punkte schwächelt, sollte kritisch geprüft werden – unabhängig davon, wie gut die Spieleauswahl aussieht. Die Lizenz allein sagt noch nichts über den Alltag auf der Plattform aus; erst das Zusammenspiel aus Regulierung, Zahlungsklarheit und Schutzmechanismen macht den Unterschied zwischen einem Anbieter, der Vertrauen verdient, und einem, der nur so aussieht.

Wer 2026 ein legales Online-Casino in der Schweiz auswählt, tut gut daran, diese drei Kriterien selbst zu prüfen, statt sich auf Werbeversprechen zu verlassen. Die konkreten Sicherheitsmechanismen einzelner Schweizer Casino-Websites werden im nächsten Abschnitt genauer betrachtet.

Schweizer Online-Casino-Websites und deren Sicherheit

Eine schweizer legale Online-Casino-Seite unterscheidet sich von einer beliebigen Anbieterliste dadurch, dass sich ihre Sicherheit nicht behaupten, sondern nachweisen lässt. Wer eine legale schweizer Online-Casino-Seite besucht, findet die Konzessionsnummer, den Betreiber und den Verweis auf die ESBK an sichtbarer Stelle – nicht als Schmuck im Footer, sondern als überprüfbare Angabe.

Die eigentliche Sicherheitsarbeit findet allerdings nicht auf der Website selbst statt, sondern auf Netzebene. Die ESBK veröffentlicht regelmässig eine Liste der nicht bewilligten Online-Spielbankenangebote, deren Zugang in der Schweiz gesperrt wird. Internetanbieter im Land sind verpflichtet, den Zugriff auf diese gesperrten Seiten technisch zu unterbinden. Wer also eine ausländische, unlizenzierte Seite aufrufen will, stösst in der Regel auf eine Sperrmeldung statt auf ein Spielangebot – ein Mechanismus, der beim Vergleich von Anbieterlisten oft übersehen wird, weil er im Hintergrund abläuft.

Für die Suche nach schweizer sicheren legalen Casinos heisst das konkret: Die Filterung durch Provider entscheidet bereits vorab, welche Seiten überhaupt erreichbar sind. Eine Anbieterliste kann Dutzende Namen aufführen, doch nur jene mit ESBK-Lizenz sind ohne technische Blockade zugänglich. Wer bei einer legalen Casino-Seite in der Schweiz landet, hat diese Hürde bereits passiert – ein Unterschied, der bei reinen Übersichtslisten ohne Bezug zur Netzsperre selten thematisiert wird.

Spielautomaten: Auswahl und rechtliche Rahmenbedingungen

Spielautomaten bilden das grösste Angebot bei legalen Schweizer Online-Spielbanken. Als Spielbankenspiele fallen sie unter die gleiche Regulierung wie Tischspiele: Nur die 21 zugelassenen Spielbanken der Schweiz dürfen sie online anbieten, die Aufsicht liegt bei der ESBK. Anders als Kleinspiele, die weder interkantonal noch online laufen dürfen, gehören Automatenspiele zu den Grossspielen und können deshalb automatisiert und über das Internet bereitgestellt werden.

Bei den Zahlungsoptionen gilt für Automatenspiele dieselbe Einschränkung wie im gesamten legalen Angebot: Auszahlungen sind gesetzlich nur per Banküberweisung zulässig, andere Auszahlungswege fallen weg. Wer Gewinne aus Spielautomaten abhebt, muss also mit der Überweisung auf das eigene Bankkonto rechnen – das dauert in der Regel ein bis drei Werktage.

Die Auswahl an Automatenspielen unterscheidet sich zwischen den Anbietern deutlich, die rechtlichen Rahmenbedingungen bleiben dabei jedoch für alle lizenzierten Anbieter identisch.

Live‑Spiele wie Roulette und Blackjack

Live-Roulette und Live-Blackjack unterscheiden sich von klassischen Spielautomaten dadurch, dass ein echter Dealer das Spiel per Videoübertragung leitet. Du siehst den Kartendeck oder das Rouletterad in Echtzeit und spielst gegen einen Menschen statt gegen einen Zufallsgenerator im Automaten. Craps gehört ebenfalls zu dieser Kategorie, ist im Schweizer Angebot allerdings deutlich seltener vertreten als die beiden erstgenannten Klassiker.

Rechtlich gelten für Live-Spiele dieselben Grundlagen wie für den Rest des Online-Angebots: Seit dem 1. Januar 2019 regelt das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) das Glücksspiel in der Schweiz, und seit dem 1. Juli 2019 dürfen Spielbanken diese Spiele mit einer Online-Zusatzkonzession legal anbieten. Ein Tischspiel mit Live-Dealer ist damit rechtlich nicht anders eingestuft als ein digitaler Spielautomat – es fällt unter dieselben Spielbankenspiele-Vorgaben und unterliegt derselben Aufsicht.

Dealer leitet Live‑Roulette, Spieler im Hintergrund
Live‑Roulette mit realem Dealer

Wer Live-Tische sucht, findet sie ausschliesslich bei den lizenzierten Anbietern; ein Geo-Blocking-Umweg über ausländische Plattformen bleibt untersagt.

GGL‑Lizenz und grenzüberschreitende Angebote

Wer online nach legalen Casinos sucht, stösst oft auf Angebote aus Deutschland – etwa mit einer Lizenz der deutschen GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder). Diese Lizenz gilt für den deutschen Markt und regelt dort unter anderem Anbieter, die auch in Regionen wie Schleswig‑Holstein oder Baden‑Württemberg aktiv sind. Für die Schweiz spielt das keine Rolle: Eine GGL‑Lizenz ersetzt keine ESBK‑Bewilligung, und Anbieter mit ausschliesslich deutscher Zulassung dürfen Schweizer Spielern kein Angebot machen.

Grenzüberschreitendes Glücksspiel bleibt damit ein Feld voller Verwechslungen. Manche Plattformen werben mit ausländischen Lizenzen, ohne über eine Schweizer Bewilligung zu verfügen – das macht sie hierzulande illegal. Die Schweizer Behörden blockieren solche Anbieter konsequent. Wirtschaftlich hat das Folgen: Weil ausländische, nicht lizenzierte Online-Casinos keine Schweizer Abgaben zahlen, fliessen jährlich schätzungsweise 180 Millionen Franken ins Ausland – Geld, das sonst der AHV oder kantonalen Projekten zugutekäme. Für dich als Spieler zählt am Ende nur eine gültige ESBK‑Lizenz, unabhängig davon, welche ausländische Zulassung ein Anbieter zusätzlich vorweist.

Mobile Apps für legale Online-Casinos

Die meisten lizenzierten Anbieter stellen ihr Angebot als App oder als für Smartphones optimierte Website bereit. Wer eine legale Casino-App sucht, findet sie meist direkt über die Seite des jeweiligen Betreibers, seltener in den offiziellen App-Stores – dort gelten für Glücksspielangebote eigene, oft restriktivere Regeln.

Person nutzt Casino‑App im Schweizer Tram
Mobiles Spielangebot per Smartphone

Auch auf dem Smartphone gilt: Eine seriöse Lizenz ist mehr als ein Logo im Footer. Vor der Installation lohnt der Blick auf konkrete Regulierungsangaben – welcher Betreiber hinter der App steht und ob dieser tatsächlich über eine Konzession für Online-Spielbanken verfügt.

Sicherheit unterscheidet sich in der App nicht grundsätzlich von der Desktop-Version. Sie entsteht durch dieselben Faktoren: transparente Zahlungsabwicklung, ein fairer KYC-Prozess bei der Kontoeröffnung und Spielerschutz-Tools, die auch mobil zugänglich bleiben müssen – etwa Einzahlungslimits oder der Selbstausschluss. Fehlen diese Funktionen in der App oder lassen sie sich nur über Umwege einrichten, ist das ein Warnsignal, unabhängig davon, wie professionell die Anwendung sonst wirkt.

Echtgeldspielen: Ein- und Auszahlungsmodalitäten

Wer in einer legalen Online-Spielbank mit Echtgeld spielt, muss bei der Auszahlung mit einer gesetzlichen Einschränkung rechnen: Gewinne dürfen ausschliesslich per Banküberweisung ausgezahlt werden. E-Wallets oder Kreditkarten mögen für die Einzahlung praktisch sein, beim Auszahlungsweg gibt das Gesetz die Banküberweisung als einzige legale Option vor. Wer also nach einem legalen Echtgeld-Casino sucht, sollte diesen Punkt nicht übersehen, bevor er ein Konto eröffnet.

Diese Vorgabe ist kein bürokratisches Detail ohne Grund. Der Zahlungsweg über ein Bankkonto lässt sich eindeutig einer identifizierten Person zuordnen und erleichtert die Kontrolle darüber, dass nur legale Anbieter Gewinne auszahlen.

Wichtig für jeden, der um echtes Geld spielt: Die Abgaben, die lizenzierte Schweizer Anbieter aus diesen Spielen entrichten, fliessen nicht in irgendeinen Firmengewinn im Ausland, sondern in die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie in kantonale Kultur-, Sozial- und Sportprojekte. Wer bei einem legalen Anbieter spielt, trägt also indirekt zu diesen Projekten bei – bei einem unlizenzierten Angebot fehlt dieser Effekt vollständig.

Sind Online Casinos in der Schweiz legal?

Ja, seit dem 1. Januar 2019 regelt das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) den Online-Glücksspielmarkt. Legal ist ein Angebot aber nur, wenn der Betreiber eine Lizenz nach dem Geldspielgesetz besitzt.

Ist Casino in der Schweiz erlaubt?

Ja, Spielbanken sind erlaubt, sofern sie eine Konzession besitzen. Aktuell sind 21 Spielbanken zugelassen, wovon zehn zusätzlich eine Konzession für den Online-Betrieb haben.

Welche Casinos gibt es in der Schweiz?

Derzeit gibt es 21 lizenzierte Spielbanken, von denen zehn auch online tätig sind. Ab der Konzessionsperiode 2025 bis 2044 kommen mit Lausanne und Winterthur zwei weitere Standorte hinzu, sodass zwölf Anbieter online tätig sein dürfen.

Spielerschutz

Geschrieben von der Redaktion „Freude Play”.

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